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Baby & Katze

Wie oft hört man, dass Katzen ins Tierheim abgeschoben werden, weil die Familie felllosen Neuzugang erhalten hat. Begründung: Die Katze ist eine Gefahr fürs Baby, die Katze wurde unrein, keine Zeit mehr usw. Bereits bevor ich überhaupt an die Gründung einer Familie dachte, war mir klar, dass es nicht so herauskommen muss. Einerseits weil mein gesunder Menschenverstand mir sagt, dass Katze und Baby zusammen funktionieren können muss, andererseits weil ich viele positive Beispiele im Katzenforum kennenlernen durfte.

Warum sollte man überhaupt ein Baby und Katzen zusammen haben?

Anders gefragt: Warum nicht? Ich denke, dass es für ein Kind etwas sehr schönes ist, mit Haustieren aufzuwachsen. Ich bin der Überzeugung, dass man einem kleinen Kind - mit der nötigen Geduld - beibringen kann, wie es mit einer Katze umzugehen hat, so dass die Katze nicht unter dem Familienzugang leidet (Stichwort ständiges Verfolgen, am Schwanz zupfen usw.). Ein Baby, das mit Tieren aufwächst, hat bestimmt auch weniger Allergien gegen Tierhaare. Behaupte ich jetzt einfach mal, ich habe es nicht recherchiert.

Warum werden soviele Katzen unrein, wenn ein Baby ins Haus kommt?

Ich kann hier - zum Glück! - aktuell nicht aus eigener Erfahrung reden sondern lediglich aus den getätigten Beobachtungen, welche ich während den Jahren gemacht habe. Vor dem Baby waren die Katzen das ein und alles der Menschen. Sie wurden bespasst, gehätschelt, beschmust... dann kommt das Baby und auf einmal ist alles anders. Zimmertüren werden geschlossen, ein kleiner Mensch schreit und verunsichert die Katzen, die Dosis haben keine Zeit mehr und kümmern sich nicht mehr um die Katzen... wie sollen die Fellis das verstehen? Wie sollen sie da nicht unglücklich werden? Ich kenne Beispiele, da wurden nicht nur Zimmertüren geschlossen, da wurden Katzen komplett aus der Wohnung verbannt und mussten auf einmal draussen leben. Wie sollte ein Schmusetiger verstehen, warum er plötzlich nicht mehr drinnen sein darf, warum seine Menschen auf einmal nichts mehr von ihm wollen? Und wie anders als durch Unsauberkeit oder Agression soll eine Katze zeigen, dass etwas massiv falsch läuft?
Aber muss es denn so laufen? Klar kommen die Katzen etwas zu kurz wenn plötzlich so ein kleines Menschlein da ist. Aber müssen sie denn komplett ignoriert werden? Kann man sich nicht bewusst etwas Zeit für sie nehmen, ihnen zeigen, dass sie nach wie vor wichtig sind?

Wie gestaltet man eine "Zusammenführung" zwischen Katze und Baby?

Ich habe im Vorfeld meiner Schwangerschaft, bzw. der Geburt oft gelesen, dass man z.B. bereits während die Frau noch im Spital ist bereits gebrauchte, nach dem Baby riechende Sachen mit nach Hause nehmen soll. Dass man neue Möbel etc. einige Wochen vorher aufstellen soll, damit die Katzen nicht zuviele Veränderungen aufs Mal hinnehmen müsen (btw.: Die Möbel sollte man eh gut auslüften, weil es fürs Baby besser ist, ergo passt das sehr gut zusammen ). Man soll sich hüten, das Baby total von den Katzen abzuschirmen, sondern ihnen zeigen, was, bzw. wer da jetzt neu mit ihnen zusammenlebt. Last but not least: Die Katzen nicht vergessen und ihnen, wenn auch in reduzierter Form vermutlich, die nötigen Streicheleinheiten zukommen lassen.
Das waren so die Tipps, die ich mir zu Herzen genommen hatte und fest vornahm, sie umzusetzen.

Und wie lief der Einzug von Klein-Cheesy in der MEOWelt nun?

Stand Mai 2013: Bereits einige Wochen zuvor haben wir die Kindermöbel aufgestellt und für die Katzen bewusst auch offen gelassen, damit sie diese in Ruhe anschauen, beschnuppern und kennenlernen können. Da wir mit Sancho einen sehr sensiblen Kater haben, der auf Veränderungen (oder schlechtes Wetter ) gerne mal mit Unreinheit reagiert, haben wir zudem einige Wochen zuvor bereits Feliway-Stecker montiert. Die helfen bei ihm erstaunlicherweise prächtig!

Katze und Baby Katze und Baby Katze und Baby Katze und Baby Katze und Baby

Aus dem Spital haben wir keine Kleider etc. nach Hause genommen. Ich glaube auch nicht, dass da etwas gross nach unserer Kleinen gerochen hätte, da kleine Babies ja noch nicht schwitzen.
Als wir dann vom Spitalaufenthalt nach Hause kamen habe ich mir bewusst erstmal Zeit genommen, die Mietzen zu begrüssen. Genauso wie ich es ja auch tue, wenn ich in den Ferien war und mich freue, sie wiederzusehen. Obwohl ich schon gestehen muss, es fühlte sich natürlich anders an. Die Prioritäten verschieben sich automatisch ein wenig weg von den Fellies...
Unsere Kleine liegt tagsüber in ihrem Stubenwagen, welcher als er leer dastand natürlich auch erstmal gleich inspiziert worden ist von den Katzen. Mit einem lauten "nein" haben wir ihnen zu zeigen versucht, dass der Wagen für sie tabu ist. Die ersten Tage haben wir ihn zudem, wenn er leer war, mit einer Alufolie belegt, damit die Katzen erschrecken würden, wenn sie reinhüpfen. Sind sie dann aber nie. Wir behalten den Stubenwagen inkl. Tochter eigentlich oft im Auge, aber bisher hat keine der Katzen Anstalten gemacht, dann reinzuspringen. Auch wenn er leer ist habe ich Sancho und Stitch lediglich 1-2x beim reinspringen erwischt (...Murphy... während ich das schreibe hüpft Sancho in den Stubenwagen, der gerade leer neben mir steht, da die Kleine bei mir im Tragetuch pennt... na super, so von wegen sie haben das "nein" verstanden ).
Wie es dann mit dem grösseren und somit komfortableren Kinderbett oder einem Laufgitter laufen wird, werden wir sehen...
Ansonsten reagierten alle drei erstmal mit Ignoranz. Ähnlich wie als Pooh hier einzog wird die Kleine eigentlich Katze und Babyignoriert. Nach einigen Wochen kann ich nun schon eher Verhaltensweisen der Katzen feststellen:

 

Pooh ist es egal, dass hier nun noch ein kleiner Mensch wohnt. Theoretisch. Sie merkt, dass sie nicht mehr so oft auf unseren Schoss sitzen kann, weil dieser zu oft schon belegt ist. Aber wenn es noch Platz hat, weil die Kleine z.B. eher weiter oben auf der Brust ist, legt sie sich einfach dazu und ihre Welt ist in Ordnung.

Katze und Baby Katze und Baby

Stitch hat irgendwie noch gar nicht realisiert, dass da noch ein Menschlein dazugekommen ist. So scheint es mir zumindest wenn er sich in gewohnter Manier einfach zu mir legt und sich beinahe quer über die Kleine legen will. Bei ihm mache ich mir effektiv auch am meisten Sorgen, dass er sie mal einfach zu sehr belegen wird und was passieren könnte. Nicht aus Bösheit, nein nein, sondern halt einfach weil er so gerne kuschelt und es sich gewöhnt ist, sich überall direkt draufzulegen. Und 7-Kilo-Katze auf 3-Kilo-Baby muss man ja nun wirklich nicht herausfordern. Der Grund warum die Kinderzimmertüre des nachts geschlossen ist.

Katze und Baby Katze und Baby

Sancho ist der Einzige, bei dem ich wirklich merke, dass er die Kleine bewusst wahr nimmt. Und noch viel mehr als das. Bereits die erste Nacht liess Spannendes vermuten: Die Kleine schrie wie am Spiess, Sancho eilte herbei und miaute was das Zeugs hielt. Was für ein Konzert! Wir befürchteten schon, dass das ab jetzt immer so geht, dass die Kleine nie alleine schreien können wird... Aber es hat sich in was ganz anderes, total süsses gedreht: Die Kleine ist ja generell sehr eine ruhige, sie quängelt oder schreit eigentlich nur, wenn sie Hunger hat. Was bei ihr aktuell sehr oft der Fall ist. Und vor allem: Schnell! Kaum aufgewacht realisiert sie, huuuch, Hunger - und schreit los! In den wenigen Minuten bis Mami sich bereit gemacht hat zur Fütterung kommt Sancho an, guckt wie wenn er sagen will "kann ich was helfen??" und kuschelt sich in unsere Nähe! Davon habe ich jetzt leider kein Foto, darum beschreibe ich, was hier regelmässig, auch des nachts vor sich geht: Die Kleine und ich gehen zum Sofa, ich leg die Kleine vor mich aufs Sofa um mich selber zum stillen bereit zu machen, die Kleine schreit, Sancho kommt und legt sich direkt vor die schreiende Kleine. Andere Katzen (und Menschen ) würden versuchen Distanz zum Geschrei zu gewinnen, während Sancho sich effektiv in ihre Nähe begibt und schnurrt. Wie als wolle wer sie - und wohl auch mich - beruhigen! Hammer oder? Mein kleiner sensibler Kater

Katze und Baby

Bisher sieht hier also alles super aus! Ich bin gespannt wie es weitergeht, bin aber zuversichtlich, dass wir alle neuen Lebensumstände gemeinsam meistern wenn wir dabei nicht vergessen, dass unsere Katzen lange Zeit unsere Babies waren und sie diesen Status nicht einfach verlieren dürfen

Katze und Baby

Update Ende Juli 2013: Es ist ein wenig Zeit vergangen, unsere Kleine ist grösser geworden (wie Katze und Babyman sieht). Da sie immer noch bei uns im Zimmer schläft, haben wir das Dilemma der weiteren geschlossenen Tür noch nicht. Unser Schlafzimmer ist ja bereits länger für die Katzen tabu. Unser Plan ist, wenn die Kleine in ihr eigenes Zimmer zieht, dieses tagsüber offen zu lassen und nachts zu schliessen. Ich gestehe, bei Stitch bin ich mir einfach nicht sicher ob er nicht aus lauter Liebesbedürftigkeit zu fest auf das viel zu kleine Menschlein liegen würde. Einen Versuch ist das eben nicht wert... Wir werden sehen wie er auf die geschlossene Tür reagiert. Momentan steht das Bettchen noch ohne Matratze da, ergo uninteressant. Auch im inzwischen angeschafften Laufgitter habe ich die Katzen, obwohl es nett gepolstert ist, bisher noch nicht erwischt. Ich denke, sie verstehen, Katze und Babydass das nicht für die Katz' ist. Anders als bei Decken, die am Boden rumliegen. Da werd' ich auch nicht böse wenn sie es sich da gemütlich machen.

Die Katzen sind inzwischen etwas neugieriger geworden was die Kleine betrifft. D.h. sie beschnuppern sie eher mal, liegen in ihre Nähe etc. Aber so wirklich interessant scheint das Baby dann doch nicht zu sein

Katze und BabyManchmal ist es schon ganz schön mühsam, nebst dem Baby noch 3 Katzen zu haben. Z.B. wenn man nach Hause kommt, selber eigentlich total erledigt und hungrig und dann das Baby schreit weil hungrig und 3 Katzen miauen und krächzen weil ebenfalls hungrig. Dann gilt's nicht nur für mich zu warten, sondern halt auch für die Fellis. Die müssen hinter der Kleinen anstehen. Aber kommen immerhin noch vor mir dran

Zum Thema "zu kurz kommen" muss ich gestehen, dass die Katzis sicher auf der Rangliste einenKatze und Baby Platz verloren haben. Das muss und kann man gar nicht schönreden. An erster Stelle kommt nun das Baby. Und oft ist es halt auch da und braucht Platz und Zeit und Nerven. Und die Katzis müssen warten, bis die Kleine schläft und die Dosis mal die Hände oder den Schoss freihaben. Das kommt nun schon seltener vor als auch noch, aber wir gebe uns bewusst Mühe, auch diesen Ritualen Zeit einzuräumen. Einfach ist es nicht.

Ich freu mich darauf, wenn Babys Schoss gross genug ist, dass da auch eine Katze drauf passt

Update September 2014: Es ist viel Zeit vergangen und Klein-Cheesy ist grösser und grösser geworden. Am Verhältnis zu den Katzen hat sich eigentlich nicht sonderlich viel verändert: Pooh interessiert das menschliche Kleine immer noch nicht, Stitch hat immer noch Schiss und Sancho ist, wie schon die Anfänge zeigten, die einzige Katze, welche ihre Nähe sucht. Er macht das wirklich ganz ganz toll und ich bin uh stolz auf ihn Er toleriert in meinen Augen teilweise schon fast zuviel! Z.B. wenn sie ihn am Schwanz zieht und nicht mehr los lässt wünschte ich mir fast, er würde ihr mal härter zeigen, dass das so nicht geht. Aber er miaut und faucht nur. So ein lieber Kater.

Was uns betrifft so sind die Katzen halt schon in den Hintergrund gerückt. Ein kleines Kind braucht so viel Zeit, Geduld und Nerven, dass man abends, wenn die Kleine im Bett ist, einfach manchmal nicht noch Katzen beschmusen mag. Wir versuchen jedoch uns die Zeit so gut es geht zu nehmen, aber es ist ganz klar anders als früher. Umso mehr wünschte ich mir eigentlich, ich hätte 3 statt eines Freigängers, dann hätte ich ein weniger schlechtes Gewissen... Ich fürchte nämlich, mit Baby Nr. 2, welches in Kürze das Licht der Welt erblickt, wird es nicht einfacher Zeit und Musse für die Fellies aufzubringen.....

Update April 2016: Inzwischen ist BabyBoy auch bereits 1,5 Jahre alt, unglaublich wie die Zeit vergeht. 2015 war irgendwie ein schlimmes Jahr und nicht nur die Katzen sind viel zu kurz gekommen, auch wir Dosis. Viel Arbeit, viel Katze & BabyStress, und viel zu wenig Zeit. Darunter haben wir alle gelitten. 2016 ist ein wenig Ruhe eingekehrt und mit ihr konnte ich mich auch wieder etwas mehr auf meine Katzen konzentrieren und habe traurig feststellen müssen, wie sehr sie eigentlich irgendwie untergegangen sind. Zwei so kleine Kids tagtäglich zu betreuen und daneben noch das sonstige Leben à-jour zu halten (von der Umzugsplanung ganz zu schweigen) ist einfach mehr als ein 24x7h-Job. Bei allem Verständnis dafür, dass auch die Fellis ihre Bedürfnisse haben... sie sind schlichtweg sehr oft ignoriert worden. Ich bin froh, dass mir dies nun mit etwas mehr Luft wieder bewusst geworden ist und ich mir somit auch Mühe geben kann, diesen inakzeptablen Zustand zu ändern. Und das werde ich auch so gut Katze & Babyes geht tun!

Wer nun denkt: "Oha, die armen Katzen sind total unglücklich" irrt aber, so hoffe ich zumindest, doch irgendwie. Pooh und Stitch finden die Kinder zwar nicht wirklich nötig Aber sie haben sich damit arrangiert, dass es mal laut und wild wird. Stitch legt sich dann gerne mal unters Bett und Pooh in die Höhe. Genau deshalb haben wir soviele Kratzbäume Sancho ist nach wie vor Kinderfreak Es ist wirklich unglaublich, wie er immer die Nähe der Kinder sucht und sogar wenn noch weitere fremde Kinder zu Besuch kommen sich inmitten der ja nicht gerade ruhigen Schar aufhält. Auch wenn er sonst ein paar 'Flicks ab' hat wie dass er immer noch unsauber ist, so ist er in Katze & BabyBezug auf Kids wirklich der beste Kater ever

Und meine Kids? Die sind meistens sehr süss zu den Katzen! Sancho wird brav und lieb gestreichelt, BabyBel kuschelt sogar manchmal mit ihm und drückt ihm einen Kuss ins Fell. BabyBoy zeigt sich sogar unterwegs total katzenlieb und schmust mit jeder, die ihm über den Weg läuft

 

 

 

 

   

 

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[ Letzter Update dieser Seite: [13. Mai 2016 ] > alle Updates anzeigen!

 

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