MEOW Katzenwelt

 

News

Kontakt

Fun

Links

banner

 


Newsletter

E-Mail-Adresse:
Eintragen
Austragen

 

 

Erziehung & Bestrafung

Unterschiedliche Erziehungsmethoden der Katzen

Ein paar Gedanken

Ein jeder Katzenhalter wird über kurz oder lang an den Punkt kommen, an dem er sich fragt wie er seiner Katze beibringen kann, dass sie dies und jenes nicht tun darf oder sich überlegt, wie man eine Katze nach einer ungewollten Tat "bestraft".

Die grössten Missverständnisse zwischen Besitzer und Katze kommen auf, wenn die Katze unerwünschtes Verhalten zeigt und der Besitzer dieses unterbinden will. Die Katze hat etwas getan, was sie nicht soll/darf:

  • Erwischt man sie sozusagen in flagranti, kann man mit einem kurzen, aber bestimmten „Nein“ versuchen, das Verhalten zu unterbrechen.
  • Ist die „Tat“ in Abwesenheit des Besitzers geschehen, ist auf jede Art von Bestrafung zu verzichten. Die Katze wird niemals ihr vom Besitzer nicht gewünschtes Verhalten mit der Bestrafung in Verbindung bringen, sondern den Rückschluss ziehen: Mein Mensch kommt nach Hause und ist wütend. Also wird sie, wenn dies öfter geschieht, das Kommen ihres Menschen mit Angst erwarten.

Jede Art der körperlichen Einwirkung auf die Katze wie Schlagen, am Nackenfell schütteln, festhalten und anschreien der Katze, aber auch das immer noch teilweise praktizierte „Nase in Urin/Kot tauchen“ sind extreme Übergriffe, die eindeutig dem Tatbestand der Tierquälerei zuzuordnen sind!

Betreffend Unreinheit bitte auch das entsprechende Thema lesen > [ Unreinheit bei Katzen ]

"Erziehungsmethoden":

Anpusten
Insofern praktisch, als dass man Puste immer griffbereit hat. Die Katze in dem Moment, in welchem sie etwas verbotenes tut "packen" und anpusten, am besten kombiniert mit dem Wort "NEIN".
Eigene Erfahrung: Unsere Katze liebt den frischen Wind im Fell und macht sich nicht sonderlich viel daraus...

Anschreien
Gewollt oder nicht, plötzlich tickt man aus und schreit die Katze an. Vermutlich wird sie aber nicht verstehen, warum ihr Dosi plötzlich so laut und nervig wird. Vermutlich erreicht man damit eher, dass sie plötzlich Angst vor uns hat...
Eigene Erfahrung: Keine da ich Katzen nicht anschreie.

Schlagen und dergleichen
Wie bei Kindern so bei Katzen gehört eine ordentliche Haue hin und wieder zum guten Ton. Ah ja? Oder sind das vielleicht nicht doch eher mittelalterliche Vorstellungen? Schlagen wir die Katze - egal ob wir dazu unsere Hand oder eine Zeitung brauchen - wenden wir direkte, körperliche Gewalt an. Wollen wir, dass unsere Katze agressiv wird, ängstlich oder böse gegen uns als ihren Besitzer? Fazit: Mir scheint dies der falsche Weg.
Eigene Erfahrung: Keine! Nie würde ich eine Katze schlagen. Ich erwarte von ihr ja auch, dass sie mich nicht blutig beisst.

Wasserspritze
Blumenspritze oder Kinderspielzeug-Spritze - beide machen die Katze nass und sollen so symbolisieren "du machst etwas was ich nicht will, also mach ich was mit dir was du nicht willst". Bei wasserscheuen Katzen soll dies schon geholfen haben. Allerdings stellt sich auch hier die Frage, inwiefern wir hier eine etwas mildere, aber dennoch Gewalt gegen die Katze anwenden.
Eigene Erfahrung: Unsere Katzen interessiert das Wasser nicht...entweder sie geniessen es sogar abgespritzt zu werden oder sie gucken uns höchstens verständnislos an und machen bei nächster Gelegenheit wieder denselben Sch...

Ablenken
Wenn die Katze z.B. wohin sitzt wo sie nicht darf, kann man versuchen sie davon abzulenken indem man ihr Spielzeug wirft, ne Schnur hinhält oder ähnliches. Ziemlich sicher klappt das bei verspielten Katzen. Die geben für den Moment (!) den verbotenen Platz oder die verbotene Sache auf. Was aber nicht heisst, dass sie es deshalb 1 Minute später nicht wieder tun.
Eigene Erfahrung: Unsere Katzen haben das glaub eher als Belohnung angeschaut und der Erfolg lief in Misserfolg über...

NEIN sagen
Ein lautes, bestimmtes, immer gleich klingendes "NEIN" ist stets zur Hand, bzw. stehts zum Mund wenn man es braucht. Es tut mir nicht weh, der Katze nicht weh - und doch signalisiert es, immer wenn ich "NEIN" sage tust du was, was du nicht solltest.
Eigene Erfahrung: Es braucht eine lange Zeit, bis die Katze Interesse am "NEIN" zeigt. Gerade junge Katzen lotsen ihre Grenzen sowieso gerne aus, egal mit welcher Methode wir sie davon abzuhalten versuchen. Je länger je mehr habe ich aber das Gefühl, dass das Wort "NEIN" klar verständlich ist. Unsere Katze Kyra springt z.B. mit Vorliebe auf die Küchenabdeckung. Ich hab sie inzwischen soweit, dass sie meistens mitten im Sprung aufhört oder sofort wieder runtersprint wenn ich sie sehe.

Akzeptieren
Last but not least gilt einfach zu sagen, dass Katzen sehr stark ihren eigenen Willen haben und TIERE sind. Und egal wie sehr wir sie dazu bringen, in unserer Anwesenheit gewisse Dinge zu unterlassen, seid Euch gewiss, sie wird es tun sobald Ihr ihr den Rücken kehrt. In diesem Sinne muss man gewisse Sachen auch einfach akzeptieren, einen Kompromiss finden.
Z.B. wollte ich die Katze nicht auf der Stereoanlage haben weil direkt daneben in luftiger Höhe eine Pflanze in Sicherheit gebracht wurde. Anfänglich haben sie auch immer an der Pflanze geknabbert, ich hab sie runtergeschubbst, sie sind wieder rauf usw... Irgendwann hatten wir den Deal: Sie darf auf ihrer geliebten Stereoanlage hocken (weil von da aus sieht sie so schön raus, was wohl fast wichtiger war als die Pflanze), dafür lässt sie die Pflanze in Ruhe.

Bei allen Erziehungsmaßnahmen so oder so nicht vergessen: alles mit Mass und Ziel! Weniger ist hier mehr und die Taktik der kleinen Schritte führt sicherer zum Ziel.

Schlusswort: Eine Katze ist kein Stück Holz, dass man sich nach den eigenen Wünschen zurechtschnitzt. Eine Katze ist ein Lebewesen, mit Gefühlen, Wünschen und einem manchmal sturen Kopf. Sie fühlt und leidet wie wir. Behandeln wir sie entsprechend.

 

 

 

   

 

Du willst Feedback zu dieser Seite geben? > Mail me

[ Letzter Update dieser Seite: [] > alle Updates anzeigen!

 

| © Cheesy | Sitemap | Kontakt