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Freigang - ein paar Gedanken...

Nachtrag: September 2008

Am 13. August 2008 ist meine Kyra in unserem sogenannten Katzenparadies spurlos verschwunden. Es hat hier kaum Nachbarn, kaum Verkehr, kaum sonstige Gefahren. Nichts desto trotz ist sie weg und ich habe keine Ahnung, was mit ihr passiert ist. Will heissen, Gefahren lauern einfach überall und ich bin mir über untenstehende Aussagen nicht mehr ganz so sicher.....

Mein letzter Satz vor einem Jahr war "Es ändert vieles… Aber es ist das richtige. Hoffentlich werde ich nie anders darüber denken müssen… " Was soll ich dazu noch sagen? Ich weiss ja selber nicht, was ich fühle... ob es nun gut war, dass sie ein Jahr lang draussen glücklich war und dafür jetzt weg, vermutlich tot ist... oder ob ich sie hätte drinnen behalten sollen. Unglücklicher aber länger... Fragt mich in einem Jahr wieder

Freigang unter welchen Bedingungen?

Ich als zu ängstlicher Mensch verstehe, wenn jemand an einer zu befahrenen Strasse wohnt und die Katzen nicht rauslassen will. Für mich sind gute Bedingungen, wenn keine zu arg befahrene Strasse in der Nähe ist und viel spannendes Grün da ist, dass die Katzen davon abhält, in die Ferne streifen zu müssen. Wo bereits viele andere Katzen sind, kann die Umgebung gar nicht so schlecht sein *find* Man kann sich gut unter den neuen Nachbarn etwas umhören, da erfährt man sicherlich auch, ob und wie viele Katzen hier bereits verschwunden oder gestorben sind...

Aber schlussendlich kann man die Gefahren nie ausschliessen. Man kann nur hoffen, dass die eigenen Katzen Glück haben und verschont bleiben vor all den Möglichkeiten von Gefahren, die da draussen auf sie warten...

Gefahren für Freigänger

Genauso wie es auch für reine Wohnungskatzen viele Gefahren gibt (siehe auch das Thema Sicherungen), gibt es für Freigänger halt noch ein paar mehr. Z.B. sollte folgendes beachtet oder bedacht werden:

  • Impfungen: Reine Wohnungskatzen sind im Normalfall gegen Katzenschnupfen/Katzenseuche geimpft. Freigänger sollten zusätzlich gegen Leukose und je nachdem wo sie gehalten werden gegen Tollwut geimpft werden.
  • Parasiten: Flöhe, Zecken, Würmer etc. sind bei Freigängern schneller anzutreffen... Kyra
  • Eingesperrt werden: Katzen sind neugierig und müssen sich alles ansehen. Entsprechend kann es sein, dass sie sich bei Nachbarn in Kellern, Garagen etc. einsperren lassen.
  • Autos: Ein grosses Problem sind natürlich Autos. Es gibt Katzen, die haben Respekt vor Autos und leben sogar an befahrenen Strassen gut. Andere Katzen können die Gefahr nicht einschätzen.
  • Tierfänger: Es gibt die unterschiedlichsten Methoden und Gründe, warum Katzen gefangen werden.
  • Tierquäler: Die Welt hat böse Menschen... die Tiere quälen, vergiften etc.
  • Halsbänder: Es gibt Gutes und Schlechtes an Halsbändern. Das Schlechte ist, dass die Katze daran hängen bleiben kann und sich schwer verletzen oder sich sogar strangulieren kann.
  • etc....

Wie könnte ich mich selber überwinden, Freigänger zu haben?

Am 1.11.2006 schrieb ich im Mietzmietz-Forum zum ersten Mal in diesem Thread. Ich machte mir Gedanken, wie ich mich selber überwinden könnte, meine Katzen rauszulassen, wenn wir dann an einem besseren Ort wohnen würden. Am damaligen Wohnort stand es für mich ausser Diskussion, sie ungesichert rauszulassen. Deshalb gab es da ja auch unseren Petfence-Katzengarten. Nun war uns aber auch klar, dass wir nicht auf ewig in der Hütte Katze Wiesebleiben werden und dass das neue Zuhause katzensicher sein muss, soweit es geht.
Viele Leute haben mir Mut zugesprochen. Haben mir versichert, wie ihre Katzen aufgeblüht sind, nachdem sie raus konnten. Dass sie sich zwar genauso ängstigen und manchmal schlaflose Nächte haben, dass sie dafür jedoch durch Katzen entschädigt werden, die ihnen nach dem Freigang immer zeigen, wie dankbar sie dafür sind.
Die Gefahren sind natürlich auch nicht zu unterschätzen. Und deren gibt es leider genug. Seien dies mehr Möglichkeiten sich an irgendwelchen Krankheiten anzustecken, von Viechern befallen zu werden, gejagt, erschossen, überfahren, vergiftet, geklaut zu werden... Es ist eine Frage, die ein jeder Katzenhalter in erster Linie mit sich selber ausmachen muss. Beachtend der Rahmenbedingungen und wohl auch in anbetracht der Verhaltensmerkmale der Katzen. Ich für meinen Teil habe mich entschieden, hier am neuen Wohnort die Mietzen rauszulassen. Wie das vor sich ging, habe ich im Freigänger-Tagebuch laufend niedergeschrieben.

Der erste Freigang

Wenn man mit Katzen umzieht, oder sie neu hat, sollte man ca. 4-6 Wochen warten, bevor man sie das erste Mal rauslässt. Sie müssen sich zuerst an das Zuhause gewöhnen, wissen wohin sie gehören. Ebenfalls vor dem ersten Freigang sollten die entsprechenden Impfungen, Kastration und das Chippen erfolgen. Ich persönlich würde kleine Katzen unter einem halben Jahr (mindestens!) gar nicht raus lassen. Das sind doch noch Babies!
Wenn es dann soweit ist, sollte man sich Zeit einrechnen. Zeit um mit der Katze die neue, nun offene Welt anzuschauen. Es ist sicher gut, anfangs gemeinsam mit der Katze rauszugehen, damit sie sich sicher fühlt - und damit man selber auch sieht, wie die Katze reagiert.

Freigang ändert vieles...

Worte vom September 2007: Ich muss sagen, es ändert wirklich einiges wenn man die Mietzen nicht mehr nur in der Wohnung hält…Seit 1.5 Wochen kann Kyra nun raus und rein wie sie grad lustig ist. Stitch zwar auch, aber das Katerchen kommt nicht weiter als bis auf den Balkon. Nur abends muss sie rein, was sie nicht so lässig findet, aber für mein Sicherheitsgefühl einfach besser ist.

Auch wenn ich es absolut toll finde für sie, weil es einfach viel katzengerechter ist, weil ihr Leben gleich viel spannender und aufregender geworden ist, so ändert es doch vieles…

Klar ist es schön zu sehen, wie sie sich freut, wenn sie einem draussen sieht. Miaumiauend kommt sie auf einem zugerannt. Ja, wirklich gerannt! Könnt Ihr Euch vorstellen wie schön das ist? Und seit sie raus kann, ist das abendliche zu mir ins Bett kuscheln, bisschen schmusen und an mich gelehnt einschlafen auch wieder viel obligater geworden (wie als sie noch klein war). Das sind volle Glücksmomente, für beide Balkonkater

Und doch ändert vieles… Nicht nur für mich. Auch z.B. für Stitch! Der vermisst seine Schwester! Er ist nicht so mutig, um ihr nachzugehen, langweilt sich aber ohne sie. So steht er miauend auf dem Balkon und lärmt die Nachbarschaft zu. Das arme Katerchen.

Und was hat sich für mich geändert? Sind die Mietzen in der Wohnung (wie ich das 1.5 Jahre hatte), weiss man, sie sind in Sicherheit; mehr oder weniger… Passieren kann immer was, aber die Gefahren lassen sich reduzieren. Man weiss wo sie sind und man findet sie, wenn man nach Hause kommt. Mit meiner Freigänger-Kyra-Maus denke ich tagsüber an sie, ob es ihr gut geht, ob sie auf sich acht gibt. Komme ich abends heim und sie steht nicht da, gehe ich sie suchen. Bin ich zuhause und hab sie lange nicht mehr gesehen, drücke ich meine Nase an die Fenster um zu schauen, ob ich sie sehen kann… Die Angst ist viel präsenter, bzw. sie war vorher eigentlich gar nicht gross da und nun schleicht sie sich doch immer wieder mal in meine Gedanken…

Es ändert vieles… Aber es ist das richtige. Hoffentlich werde ich nie anders darüber denken müssen…

 

 

 

   

 

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