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Giardien

Giardien sind parasitisch lebende Einzeller, sogenannte Protozoen. Die Infektion erfolgt durch mit Zysten verunreinigtes Wasser oder Kotpartikel. Bereits zehn bis hundert Zysten genügen für eine erfolgreiche Infektion. Kotpartikel können bei der Katzenpflege oral aufgenommen werden.

Nach der Aufnahme und der Passage durch den Magen schlüpfen im Darm aus jeder Zyste zwei Trophozyten. Diese sogenannte Exzystierung erfolgt durch eine Änderung des PH-Wertes und des Temperaturanstieges. Die Vermehrung der Giardien erfolgt durch Zweiteilung der Trophozyten.

Die Zeitspanne von der Infektion bis zum Auftreten von Zysten im Kot der Katze wird die Präpatenzzeit genannt und dauert bei Katzen fünf bis sechzehn Tage.

Auffallend ist ein übelriechender intermittierender Durchfall mit Schleim- und eventuell auch mit Blutbeimengungen. Leider ist es eine erschwerende Tatsache, dass es auch symptomlose Katzen mit Giardien gibt. Diese Katzen scheiden vom Besitzer unbemerkt Zysten aus. Eine Katze mit normalem Stuhlgang ist daher leider kein Garant für Giardienfreiheit.

Die Diagnose ist mittlerweile recht simpel: Man kann eine Kotprobe beim Tierarzt abgeben, bzw. am besten eine 3-Tages-Kotprobe und diese speziell auf Giardien untersuchen lassen. Alternativ gibt es, jedoch soweit ich bisher weiss nur in Deutschland, auch Schnelltests für zuhause.

Mit Metronidazol (Flagyl, Clont) und Fenbendazol (Panacur) stehen wirksame Medikamente für die Behandlung der Giardiose zur Verfügung. Alternativ stehen auch homöopatische Mittel und kolloidales Silber zur Auswahl. Die Wirksamkeit beider letztgenannten Mittel wird kontrovers diskutiert. Ebenso unterschiedlich sind auch die Erfolge. Panacur ist im Grunde ein Entwurmungsmittel. Allerdings zeigt es bei der Behandlung von Giardien auch Erfolg.

Die Zysten sind sehr resistent gegen Umwelteinflüsse und können Temperaturen bis 60° Celsius überstehen. Es ist also äusserst schwierig, sie wieder loszuwerden! Die Katzentoiletten sollten während der Behandlung peinlichst sauber gehalten werden. Auch klumpende Katzenstreu sollte jetzt öfter als sonst gewechselt werden. Die Empfehlungen reichen von tägliches Wechseln der Katzenstreu bis jeden dritten Tag. Als Vorteilhaft hat sich eine weisse Katzenstreu erwiesen, da darin Verunreinigungen leichter erkennbar sind. Es werden nämlich bei der Behandlung nur die Trophozyten abgetötet. Die Zysten können nicht eliminiert werden. Diese werden mit dem Kot ausgeschieden und können wieder zu einer Neuinfektion führen.

Die Giardiose ist eine sogenannte Zoonose. Das bedeutet, vom Tier auf den Mensch übertragbar. Daher kann sich auch der Mensch bei den Katzen anstecken. Stärker gefährdet sind aber nur Kinder und Menschen mit schlechtem Immunsystem. Wer grundlegende hygienische Maßnahmen beherzigt, braucht keine Angst zu haben, sich anzustecken.

 

 

 

   

 

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