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Tierkommunikation

Schon bevor, aber vor allem als Kyra verschwand, wurde ich nonstop mit dem Thema Tierkommunikation konfrontiert. Deshalb möchte ich hier meine ganz persönliche Stellungnahme dazu festhalten.

Was versteht man unter Tierkommunikation?

Tierkommunikation ist die übersinnliche Fähigkeit, mit Tieren in Kontakt zu treten. Und zwar nicht zwingend, indem man das Tier vor sich hat, sondern den Tierkommunikatoren reicht ein simples Foto, auf dem die Augen des Tieres gut zu sehen sind, um Kontakt aufzunehmen.
Der Kontakt erfolgt mittels Fragen, die man stellt, und Antworten, die man in Bilderform erhält.
Tierkommunikatoren gibt es wie Sand am Strand. Sie werden soweit ich das feststellen kann auch sehr rege benutzt. Es ist aktuell total in Mode, das eigene Tier über sein Befinden via Tierkommunikation "auszufragen".

Meine Erfahrung mit Tierkommunikation - Bsp. # 1

Da im Katzenforum, wo ich mich viel aufhalte, viele Anhänger von Tierkommunikation, kurz TK genannt, sind, habe ich mir mal überlegt, es auszuprobieren. Nicht, weil ich daran glaube. Definitiv nicht. Mehr nach dem Motto: Mal ausprobieren und schauen was rauskommt? Mich hätte ja doch interessiert, was eine Tierkommunikatorin mir so erzählt, warum Stitch nicht die Wendeltreppe benutzt oder warum Sancho nuckelt oder immer wieder mal unrein ist.

Dann verschwand Kyra. Und soviele Leute meinten, die Lösung meiner Suche sei via TK zu lösen. Ergo liess ich mich darauf ein. Zu verlieren hat man in so einem Moment rein gar nichts. Ich muss dazu sagen: Beide TK (Tierkommunikatoren) machten das freiwillig, gratis, weil sie mir helfen wollten. Daher bin ich ihnen sicherlich dankbar, dass sie sich mit meinem Problem und meiner Last auseinandergesetzt haben. Nichts desto trotz möchte ich aufzeigen, was dabei heraus kommt:

TK 1 erklärte mir, Kyra sei von einem Paar (Frau, Mann mit Regenmantel) mitgenommen worden. Ein Auto habe gehalten, Kyra mit Futter gelockt, und sie mitgenommen. Sie sei nicht weit weg, eingesperrt in einem weissen Haus, mit einem Baum und einer Garage vornedran.

Klingt wenigstens nach einer Antwort, die man in der Verzweiflung gerne hört, nicht wahr? Aber dann überlegt man mal... es war Sommer, wer trägt da einen Mantel? Kyra die Mäkeldame, die nie, aber auch nie mit Futter zu locken war? Kyra, die draussen sehr vorsichtig war und sich auch von den Nachbarn, die sie nun ja doch schon kannte, nie streicheln liess? Und die Hinweise... Weisses Haus mit Baum und Garage? Sind wir ehrlich, das trifft auf fast alle Häuser zu.

TK 2 erklärte mir wenige Tage später, Kyra liege schwer verletzt und kurz vor dem Sterben am Boden. Sie ist angefahren worden als sie über die Strasse wollte und liegt nun bei einem grossen Haus, vorne dran seien Blumen an einem Balkon oder eine ähnliche Dekoration. Sie liege unter Laub, habe Durst und könne sich nicht mehr lange am Leben halten.

Die Aussagen von TK 1 klangen irgendwie netter... Und auch wenn man nicht an Tierkommunikation glaubt... wenn es um das geliebte Tier geht, macht man Horrornächte durch mit so einer Aussage. Glaubt mir. Ich habe manche Nacht schlimm geträumt. Sehr schlimm.
Übrigens war ich beim einzigen Haus, das in der Nähe war, sämtliche Büsche abschauen. Auch wenn viele weitere Aussagen nicht zutrafen (z.B. sprach die TK von einem orangen Ball, den Kyra so liebte - und sie hatte nichts solches), man sucht und sucht und hofft... Es macht einem irre.

Meine Erfahrung mit Tierkommunikation - Bsp. # 2

Sancho, der immer wieder mal unsauber ist, stellt damit ein Problem dar. Ein unlösbares. Wir haben es mit zwei Tierpsychologen und deren Lösungsansätzen versucht, es half nichts auf Dauer. Zugegeben: Wir haben nicht alles umgesetzt, da uns einige Vorschläge einfach nicht sinnig erschienen.

Weil das Thema Tierkommunikation immer wieder an mich herangetragen wird, habe ich beschlosKatzenaugesen, es erneut zu versuchen und CHF 180.- in die Hände genommen. Ganz schön viel Geld.

Und was kam heraus mit der Tierkommunikation mit Sancho?

Mein Telefongespräch mit der Tierkommunikatorin war angenehm, schien mir. Ich habe ihr aber auch ehrlich gesagt, dass ICH nicht so recht daran glaube und deshalb den Namen meines Katers auch nicht nennen möchte. Denn sonst hätte ich bei Informationen, die sie mir liefert eh das Gefühl, sie hätte das im Netz nachgelesen. Ich könne dann einfach eher daran glauben. Sie war soweit einverstanden. Das Foto musste ich ihr per Post schicken und ca. eine Woche später rief sie mich an um mir zu erklären, warum Sancho unsauber ist (mehr hatte und brauchte ich ihr dazu nicht zu sagen).

Ich versuche mal wiederzugeben:
Sancho ist traurig.
Er fühlt sich nicht ernst genommen.
Ich bin herablassend und frech zu ihm. Das sei dasselbe dass sie (die TK) am Telefon auch empfunden habe (ganz schön frech ihrerseits finde ich).
Mache mich lustig über ihn.
Darum markiere er.
Gründe liegen u.a. in meiner Beziehung zu meinem Vater.
Auf meine Nachfrage zu Mann, Kindern oder Freigang kam nichts. Dazu habe er nichts gesagt.
Ob ich ihn denn von Herzen liebe. Und dass er eigentlich gerne hier wohnen bleiben möchte.
Viel mehr kam dann auch nicht - Begründung: Da ich nicht daran glaube, kann die Energie nicht richtig fliessen.

Für mich ist klar: Das einzige was kam ist das, was sie als ersten Eindruck von mir hatte und was eh recht einfach gesagt werden kann im Zusammenhang mit Unsauberkeit (welche einiges mehr als markieren ist). Dass eine Katze traurig ist bzw. sein kann ist jetzt nicht so schwer herauszufinden. Was mein Vater, mit dem ich zeitlebens eigentlich wenig zu tun hatte und der in meinem Leben keine grosse Rolle spielte und zudem verstorben ist damit zu tun hat, erschliesst sich mir nicht.

Klar hat sie damit recht, dass wir (!) teilweise zu wenig liebevoll mit unseren Katzen umgehen. Die Nerven liegen manchmal blank und wenn dann noch die Katzen nerven ist man nicht immer nur verständnisvoll. Und auf jeden Fall habe ich mir das zu Herzen genommen und versuche, meinen Umgang mit Sancho wieder zu ändern. Aber: Das sind alles Dinge, die mir auch eine Freundin nach einem Gespräch sagen kann und keine übersinnlichen Fähigkeiten benötigt.

Einmal mehr: Sorry, aber da ist keine spezielle Gabe dahinter. Denn es kam nichts heraus, wo ich jetzt hätte sagen müssen "wow, woher weiss sie das?".

Meine Erfahrung mit Tierkommunikation - Bsp. # 3

Das Cheesy gibt nicht auf und will nichts unversucht lassen. Nachdem es hiess, die oben erwähnte TK sei wohl eher keine gute und manchmal brauche man mehrere Anläufe, habe ich eine von einer Freundin mehrmals "erprobte" ausprobiert. Hier fand die Kommunikation mit Stitch und Sancho kurz vor dem Telefongespräch bzw. aufgrund des Gespräches dann auch gleich noch während des Telefonates statt. Ein anderer Ansatz somit.
Fakt ist: Solange ich mich wortkarg hielt, waren die Informationen auch allesamt sehr schwammig und allgemeingegriffen... Erst als ich mehr erzählte (weil sie danach fragte), kam "Fleisch an den Knochen". Dies aber in meinen Augen nicht, weil sie übersinnliche Fähigkeiten hat, sondern weil sie eine sehr gute Menschenkenntnis hat und vermutlich auch ein wenig Hobbypsychologin ist. Will heissen, dass sie aus dem von mir erzählten sehr gut herauspicken konnte, worauf ich anspringen könnte und dann dort weitergebohrt hat. Klar waren dabei dann auch aktuelle Themen, die mich bzw. uns betreffen. Aber den Zusammenhang mit den Katzen habe ich trotzdem nicht gesehen und konnte sie mir auch nicht wirklich erklären.

Sie sieht die Probleme von Sanchos Unsauberkeit und Stitchis Scharrerei übrigens darin, dass mein Mann Probleme hat und die Katzen sich davon abgrenzen wollen. Ähm ja.

Ich habe sie direkt darauf angesprochen, warum Stitch nicht rausgeht und ich musste ihr die Wohnsituation erklären (konnte ihr das Stitch nicht zeigen?). Er findet die Treppe zu schmal (sie hat aber nichts über die Art der Treppe erzählen können...). Er sei zufrieden drinnen. Vielleicht sei ihm draussen auch mal was passiert. Sie fragte ihn. Er zeige ihr ein Rad. Von einem Auto. Ein sehr altes Auto.
...Stitch war nie draussen unterwegs... Nun gut, vielleicht ist es eine Erinnerung aus einem früheren Leben

Wie bei Beispiel Nr. 2 konnte auch diese TK mir nichts, aber auch gar nichts erzählen wo ich dachte "wohow woher weiss sie das?". Sie erwähnte weder Details dazu wie Stitch uns nachts weckt, wie Sanchos Unsauberkeit sich ausdrückt noch wusste sie dass hier Kind und eine dritte Katze wohnen. Einmal mehr... schade...

 

Warum ich nicht an Tierkommunikation glaube

Ich gebe zu, es wäre wundervoll, wenn wir so einfach mit unseren Tieren kommunizieren könnten. Wenn wir nur zu einem Tierkommunikator gehen müssten, ihm bzw. ihr ein hübsches Sümmchen Geld in die Hand drücken, bzw. überweisen, und Antworten auf alle Fragen erhalten würden.

Warum ich es überhaupt so oft probiert habe? Weil ich nach Bsp. 2 in mich gegangen bin und mich mit mir und meinem "Glauben" auseinandergesetzt habe. Und da ich daran glaube, dass wir Seelen sind ist es an und für sich nicht unabwegig, dass wir miteinander kommunizieren könnten. Mit Betonung auf könnten...

Ich schätze, wir sind zwar allesamt miteinander verbunden, aber wenn wir hier auf Erden sind sind wir zu fest menschliche Hülle um uns daran zu erinnern...

Vielleicht gibt es einige wenige Menschen mit speziellen Fähigkeiten. Aber warum auf einmal soviele? Hinz und Kunz kann mit Tieren, Toten und was weiss ich kommunizieren... Sorry, das ist für mich nur eine Modeerscheinung. Die Leute wollen an etwas glauben. Und da Gott out ist, hat es Platz für anderes gegeben.

 

 

 

   

 

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